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Schloss Moritzburg

 

 

Konzert 14.07.2012

 

Schüler des Heinrich- Schütz-Konservatoriums Dresden (HSKD) spielten am 14. Juli 2012 barocke Musik im Monströsensaal, dem Audienzsaal „August dem Starken“, des Schlosses Moritzburg

Die Sommermonate haben es so in sich, dass sie prall gefüllt sind mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen, vor allem die Tage an den Wochenenden. Verheißungsvolle Angebote so weit das Auge sieht. Eine Auswahl fällt da oft nicht leicht. 

Am Sonnabend, 14. Juli war es dann so weit. Die Schlossfreunde hatten die Stühle aufgestellt. Am späten Nachmittag trudelten nach und nach die Musikschüler und ihre Lehrer ein. Im Handgepäck kleinere und recht voluminöse Musikinstrumente. Die Notenständer wurden aufgestellt und die Noten aufgelegt. Das Cembalo, welches einen Tag vorher aufgestellt wurde, wurde eingestimmt. In den Räumlichkeiten des Turmcafes, dem Amtsturm, spielten sich die Schüler mit ihren Lehrern ein. Erstmalig begrüßten die Schlossfreunde in eigenen Kostümen die sich einfindenden Besucher am Eingang. Langsam füllten sich die Sitzreihen im Monströsensaal.

Pünktlich 19 Uhr begrüßte der Geschäftsführer vom Verein der Freunde des Museums Schloss Moritzburg, Herr Naumann, die Anwesenden. Kurz erzählte er, wie es zu der Idee kam, im barocken Ambiente des Schlosses Moritzburg Alte Musik zu spielen. Bei der Jubiläumsfeier des Vereins der Schlossfreunde im Mai letzten Jahres spielten Alice und Alma Stoye, Schülerinnen des Heinrich- Schütz-Konservatoriums Dresden auf ihren Gamben barocke Musik. Das Schloss Moritzburg und die Schlossfreunde überlegten aufgrund dieses Auftrittes, ein Benefizkonzert mit jungen Leuten unter dem Motto „Jugend spielt Alte Musik“ zu veranstalten.

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Anschließend verwies der stellvertretende Leiter des Schlosses Moritzburg, Herr Giermann, dass schon zu früheren Zeiten im Audienzsaal Musikstücke aufgeführt wurden und dies bis in die jüngere Vergangenheit. Auch findet hier jetzt jährlich das Moritzburger Festival statt. Jedoch hatten noch niemals so viele junge Musiker in diesem Saal gleichzeitig, wie bei diesem Benefizkonzert, ihren Auftritt.

Kurz sprach Frau Bäz, Lehrerin für Violoncello und Gambe, Fachbereichsleiterin der Streicher sowie Leiterin der Abteilung Alte Musik am Heinrich- Schütz-Konservatoriums Dresden. Sie dankte herzlich für die Möglichkeit, hier auftreten zu dürfen.

Dann war es der Vorrede genug. Die eigentlichen Akteure versetzten dann durch ihr Spiel der verschiedensten barocken Musikstücke ihre Zuhörer in einen regelrechten musikalischen Bann. Die Zuhörer konnten sich in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt fühlen. In den Stücken folgte einer anfänglichen Angespanntheit nach und nach eine fröhliche ausgelassene konzentrierte Spielweise. Das Benefizkonzert war von einer wundervollen Feierlichkeit getragen und mit jedem Anschlag, jedem Anspiel spürte man die Energie der Vortragenden, bis zuletzt ihr gesamtes Können zu präsentieren.

 

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Gern nenne ich hier nochmals die aufgeführten Musikstücke

Begonnen wurde mit dem Stück

Antonio Vivaldi (1677- 1741): Konzert für Blockflöte, Streicher und b.c. c-Moll mit den Sätzen: Allegro non molto, Largo, Allegro non molto       

Es folgte im weiterem

Orlando Gibbons (1583- 1625): Fantasia für 2 Gamben                   .

Andreas Hammerschmidt (1611- 1675): Suite für 5 Gamben mit den Sätzen:         Paduan, Galliard, Ballet, Courente 1 und 2, Mascharada

William Williams (-1704): Sonata in Imitation of Birds (Adagio, Allegro)

Georg Philipp Telemann (1681- 1767): Fantasia d- Moll für 2 Blockflöten    

Johann Sebastian Bach (1685- 1750): Italienisches Konzert, 1. Satz        

John Dowland (1562-1626): „Flow my tears“

Johann Schop (1590- 1667): Lacrimae Pavane für Blockflöte und b.c.

John Coperario (1575- 1626): Fantasia für Tenor-, Bass- und Großbass-Blockflöte

Joseph Bodin de Boismortier (1691- 1765): Sonate für 3 Altblockflöten     .

und zum Abschluss hörten wir das Stück von

Johann Joachim Quantz (1697- 1773): Triosonate e-Moll mit den Sätzen: Adagio, Allegro, Affettuoso, Gigue        

Am Ende zollte das Publikum mit einem lang anhaltenden Beifall ihre Freude über die frisch und engagiert vorgetragenen Musikstücke. Der Schlossfreund Naumann bedankte sich herzlich für den gelungenen Musikabend und gab der leisen Hoffnung Ausdruck eines eventuellen weiteren Benefizkonzertes im nächsten Jahr. Er bat die Besucher, den guten Geist des Abends weiter an die Orte ihres Tuns zu tragen. Am Ende erhielten die Musiker und Lehrer noch ein kleines Dankeschön in Form eines kleinen süßen Präsentes mit auf den Weg.

In den im Steinsaal von den Schlossfreunden aufgestellten Spendenwürfel wurden von den Besuchern Spenden eingeworfen. Insgesamt kamen 339,50 Euro zusammen. Herzlichen Dank allen Spendern.
 

 

Spendenkonto:
Sparkasse Meißen
IBAN: DE95 8505 5000 3000 0171 85
BIC: SOLADES1MEI

Die eingespielten Spenden werden für die Arbeit des Heinrich- Schütz-Konservatoriums und das Spendenziel des Vereins, Restaurierung eines Hirschjagdgemäldes verwendet.

Henry Naumann